Blogbeiträge des Rising Women Tribe

Ein ereignisreiches und wundervolles erstes Jahr RisingWomenTribe liegt hinter uns! Zeit, einmal einen Moment inne zu halten, sich zu besinnen, zurückzuschauen und dankbar für das zu sein, was wir in diesem ersten Jahr alles erleben durften.

Im April luden wir zu unserem ersten Roten Zelt nach Hattingen ein. Es war noch eine recht kleine, aber dafür umso intensivere Runde. Was ursprünglich als kleine „Startveranstaltung“ gedacht war, mit der wir uns etwas bekannter machen wollten, etablierte sich im Laufe des Jahres zu einer sehr beliebten Veranstaltung.

Natürlich wussten wir um die heilsame und Kraft spendende Wirkung, die solche Runden auf die Teilnehmerinnen haben können.. wir haben es ja selbst oft genug erlebt. Trotzdem überwältigte uns die positive Resonanz regelrecht…

Wieder einmal erlebten wir, wie wichtig es ist, diesen Raum für Frauen zu schaffen, die sich nach dem Gefühl der Schwesternschaft sehnen; sich unter Frauen angenommen und unterstützt zu fühlen, anstatt sich in Konkurrenz zu erleben, wie es leider viel zu oft im Alltag der Fall ist.

Das zweite Highlight des Jahres war unser erstes Tribe-Shooting. An einem malerischen Teich in Solingen trafen wir uns mit unserem Fotografen, dem wir an dieser Stelle noch mal ein dickes Dankeschön aussprechen möchten! Unter viel Lachen, tanzen, trommeln, aber auch sich aufeinander einlassen entstanden viele wunderschöne Bilder, von denen ihr einige bereits mit Zitaten versehen auf unserer Facebook Seite sehen konntet.

Es folgten vor allem weitere Rote Zelte. Nachdem wir auf dem zauberhaften Hof Wessels in Herten eine gemütliche Blockhütte als Veranstaltungsort angeboten bekamen, haben wir die Roten Zelte hauptsächlich dort veranstaltet und im Laufe der Zeit erfreuten sie sich immer größerem Zulauf.

Unser erster Tagesworkshop zum Thema „Sisters Tribe ~ Feel the vibe“ sollte im Juli in Herford stattfinden. Leider mussten wir ihn dann kurzfristig absagen. Durch unsere Werbung vor Ort wurde jedoch eine „alte Bekannte“ auf unser Projekt aufmerksam, die uns ganz begeistert anschrieb und uns einlud, doch einmal etwas bei ihr zu veranstalten.

Und so zogen wir im September mit dem Roten Zelt nach Espelkamp im Kreis Minden, in die Praxis Spirit2L.

Auch hier war die Resonanz so überwältigend, dass wir gleich darauf einen weiteren Workshop planten. Und so fand der „Sisters Tribe ~ Feel the vibe“ Workshop im Oktober doch noch statt!

Besonders nach dem Tagesworkshop fühlten wir uns einmal mehr darin bestätigt, wie wichtig diese Arbeit ist und wie gut sie der Seele tut. Natürlich empfinden wir dies auch bei den Roten Zelten, jedoch ist das gemeinsame Erleben an einen ganzen Tag noch intensiver und verbindender, weil wir uns hier noch weiter einander öffnen, uns noch mehr aufeinander einlassen und uns noch tiefer miteinander verbinden.

Das letzte Rote Zelt im Jahr 2017 mussten wir dann auch absagen, da uns beide ziemlich üble grippale Infekte erwischt haben. Insgesamt war der Abschluss des Jahres im Bezug auf den RisingWomenTribe eher still, da wir eben beide krank waren, es noch kurz vor Ende des Jahres einen Todesfall in der Familie gab und auf der anderen Seite im nächsten Jahr ein kleines Tribe-Baby auf die Welt kommen wird, worüber wir uns beide riesig freuen (Karmi noch ein bisschen mehr 🙂 )

Und so schauen wir in eine wahrscheinlich recht turbulente, aber hoffentlich nicht minder schöne Zukunft! Größere Projekte sind schon geplant. So findet im März der erste Wochenend-Workshop „Liliths Töchter“ statt und wir haben eine Einladung bekommen, doch mit dem Roten Zelt an der Wald Healing teilzunehmen. Außerdem dürfen wir an einem großen Projekt mitarbeiten, bei dem es um ein großes Frauen-Fest zur Sommersonnenwende geht.

Alle Informationen zu unseren geplanten Veranstaltungen findet ihr natürlich auf unserer Homepage und unserer Facebook-Seite. Und wenn ihr Fragen habt, sprecht uns jederzeit gerne an. Wir freuen uns riesig auf das nächste Jahr mit euch wundervollen Frauen!

 

 

 

 

 

Anlässlich der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche vergangene Woche haben wir voller Dankbarkeit auf die Früchte geblickt, welche wir in diesem Jahr geerntet haben. Wir freuen uns unfassbar über so viel positive Resonanz von euch. Wir durften bereits drei großartige, bewegende und wunderschöne Rote Zelte mit tollen Frauen zelebrieren und die Begeisterung und Nachfrage wächst stetig.
Mit großen Schritten bewegen wir uns auf 500 Facebook Likes zu, unsere Flyer fliegen in neugierige Frauenhände, Workshops werden immer gefragter und im kommenden Jahr warten einige wundervolle, vielversprechende Projekte auf uns.

Der Rising Women Tribe ist für uns wie ein zartes Pflänzchen, das wir vorsichtig ausgesät haben. Aus dem Samen, den wir tief ins Herz von Mutter Erde gelegt haben, wuchs schnell ein schöner Sprößling, welcher immer größer wird und zahlreiche erste Blätter und Knospen trägt.
Wir danken DIR für dein Interesse, deine Aufmerksamkeit, Unterstützung, deine Teilnahme an unseren Veranstaltungen, dem Liken und Teilen unserer Postings, dem Abonnieren unseres Newsletters und deine Kommentaren, Emails und Nachrichten. Deine Energie ist der Dünger und Humus, der dem Tribe zum Wachsen und Gedeihen verhilft, damit seine Blüten ihren Duft hinaus in die Welt tragen können, um Frauen zu inspirieren und zu unterstützen.

Als Dankeschön verlosen wir unter allen Teilnehmerinnen die sich bis einschliesslich zum 10. Oktober 2017 für unseren Workshop „Sisters Tribe – feel the vibe“ anmelden eine um 50% vergünstigste Teilnahme*!

Alle Frauen die sich bisher für den Workshop angemeldet haben oder sich bis zum 10.10. anmelden hüpfen automatisch in den Lostopf. Viel Glück! <3

*die Vergünstigung bezieht sich auf die Teilnahmekosten am Workshop. Fahrkosten und eventuell Unterbringungskosten sind nicht mit inbegriffen.

Weiblichkeit… Ja! Ich bin eine Frau… aber was bedeutet das eigentlich? Dazu hatte ich in meinem Leben sehr lange keine Antwort..  Weiblichkeit ist  für jede Frau (und auch für jeden Mann) offenbar etwas sehr Individuelles.

Für mich persönlich gab es eine Art „Schlüsselmoment“! Lange habe ich in meinem Leben unter Depressionen gelitten. Und besonders in dieser Zeit galten für mich Werte, die um Grunde den männlichen Prinzipien zugerechnet werden.

Jeder Mensch vereint Eigenschaften in sich, die männlichen als auch weiblichen Prinzipien zugeordnet werden, Das bedeutet nicht, dass es eine starre Zuordnung gibt, sondern in unserem Empfinden werden bestimmte Eigenschaften eher dem Männlichen und andere eher dem Weiblichen zugeordnet werden… ob wir das nun wollen oder nicht…

Im September 2015 traf ich ungeplant auf eine Gruppe Frauen, die damals der „Wild Women Sisterhood“ angehörten, an einem Ort, der mir besonders heilig ist! Am Well House – der White Spring – in Glastonbury trafen wir mit einer Gruppe unbekannter Frauen aufeinander… und es entstand ohne Worte ein Kreis…  Ein Kreis, in dem wir chanteten.. Und in diesem Moment passierte etwas in mir… etwas, was ich nicht in Worten fassen kann! Etwas brach auf…. Etwas wurde weich… durchlässig…. Etwas tat sich auf….

In dem Moment erkannte ich die Kraft der Weiblichkeit in mir selbst! Und ganz besonders die Kraft, die entsteht, wenn Frauen sich als Schwestern begegnen… Seitdem verfolge ich diesen Weg, weil er mein Leben verändert hat. Ich spüre den Ruf! Den Ruf der Göttin, diesem Weg zu folgen. Das Geschenk der Schwesterschaft an andere Frauen weiter zu geben.

Natürlich hat die Geschichte meines Weges noch wesentlich mehr Facetten… aber sie sind auch schwer in Worte zu fassen… Auf jeden Fall hat mich diese Begegnung nachhhaltig bewegt und mein Leben verändert… Ich wünsche mir von Herzen, dass möglichst viele Frauen im Laufe ihres Lebens diese Kraft spüren können! Aber genauso wünsche ich mir Männer mit dem Bewusstsein, dass Weiblichkeit eine bereichernde Kraft ist… auch für sie und dass sie sich einfach voller Vertrauen mit dieser Kraft verbinden sollen, um zum Wandel dieser Welt beizutragen….

Männlichkeit und Weiblichkeit haben beiden ihren festen und wichtigen Platz in dieser Welt! Und sie brauchen sich! Sie können voneinander lernen… profitieren… sie müssen nur willens sein, sich zu erkennen…

Ravena

 

 

Merken

Merken

Zum zweiten Mal lud der Risinig Women Tribe am letzten Sonntag Frauen ins Rote Zelt ein. Da ein Teil der Frauen sich bereits beim ersten Roten Zelt begegnet war, war die Atmosphäre diesmal schon von Beginn an durch eine größere Vertrautheit geprägt.

Wiedersehensfreude lag in den Augen einiger Frauen, gespannte Vorfreude in den Augen der Anderen. Gemeinsam füllten wir den Raum mit unseren Träumen, Wünschen, Hoffnungen, aber auch Schmerzen und Ängsten. Vorbehaltloses Annehmen war zu spüren und machte es uns möglich, uns einander zu öffnen und zu offenbaren.

Da beim ersten Roten Zelt einstimmig der Schluss gezogen wurde, dass zwei Stunden zu kurz seien, setzten wir nun drei Stunden an. Aber auch diese Zeit verging wie im Fluge und am Ende stellten wir alle erstaunt fest, dass wir immer noch nicht wirklich bereit waren, wieder in den Alltag zurückzukehren.

Als Highlight hatten die Frauen die Möglichkeit, sich einen „womb medicine“ Beutel zu machen. Dazu begannen wir mit einer kleinen Meditation, in der jede für sich erspüren konnte, was sie für ihren Beutel braucht.

So ein Medizinbeutel ist mit kleinen Dingen gefüllt, die jede individuell mit Kraft oder Heilung assoziiert und ruft diese Energien immer wieder aufs Neue in uns wach.

Auch die wunderschönen Henna-Tattoos, die eine Teilnehmerin spontan für uns zauberte, waren eine echte Bereicherung, die uns noch eine Weile intensiv daran erinnern werden.

Eine Teilnehmerin über das Rote Zelt:

Wenn wir es schaffen, nur mit Gefühl und Wort solche Energien zu erschaffen und zu bündeln – so viel Liebe und Güte, Respekt und absolute Akzeptanz – gemeinsam, jeder für sich und doch zusammen, dann ist das für mich wahrhaftige Magie!

Merken

When you leave the Red Tent, you’re for a moment or a month or the rest of your life, you’re the woman that you want to be. ~redtentmovie.com

Nachdem wir im Februar erstmals über das Konzept des Roten Zelt geschrieben haben, war es gestern endlich soweit. Unser erstes Rotes Zelt fand in Hattingen an der Ruhr statt. Acht Frauen trafen sich in diesem geschützten Raum um einander kennenzulernen, ihre Stimmen, ihre Geschichten, ihre Bedürfnisse und ihre Emotionen miteinander zu teilen.

Danke für das Gefühl irgendwo ankommen zu können, den richtigen Weg – meinen Weg zur genau rechten Zeit – Schritt für Schritt – zu sehen und zu finden! Gemeinsam – sich sehen – einander schenken. ~L.

Es ist jedes Mal aufs Neue ein faszinierendes Schauspiel wie anfängliche Zurückhaltung und Skepsis sich so schnell in Wärme, Verbundenheit und Vertrauen verwandeln. Einander größtenteils wildfremde Frauen haben nach zwei Stunden das Gefühl, Freundinnen und Vertraute zu sein.
Gemeinsames Lachen, Singen, Reden, Essen und Trinken verbindet uns Frauen und schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre. Hier kann auch Angstbesetztes, Trauriges und Verheimlichtes zur Sprache kommen, ohne das Frauen dafür verurteilt oder bewertet werden. Angenommen werden, sein dürfen wie frau ist, Masken fallen lassen, sich selbst fallen lassen.

Neben unserem in Roten Zelten traditionsreichen Redekreis gab es für jede Frau die Möglichkeit, sich zurück zu ziehen, Selbstfürsorge zu betreiben und sich selbst etwas Gutes zu tun. Neben Orakelkarten, Malutensilien, Decken, Kissen und Büchern gab es auch Massageöle und die Ermutigung, dieses Rote Zelt wirklich so für sich zu nutzen, wie es den eigenen Bedürfnissen entspricht.
Gesang, kleine Übungen, die Verbindung mit unserer weiblichen Ahnenreihe und die Unterstützung durch Orakelkarten führte uns durch den bewegenden Abend, der für das Gefühl aller Frauen viel zu früh endete.

Ein Raum in dem man so sein kann wie man ist: angenommen, offen und ehrlich. … Frauen müssem sich diese Räume schaffen und erhalten! Danke! ~K.

Wir möchten uns herzlichst bei allen Frauen bedanken, die den Mut aufgebracht haben, sich in diese für sie absolut neue Situation zu begeben. Den Mut teilzunehmen, offenen Herzens und Geistes aufeinander zuzugehen und ein Stück ihres Selbst mit uns zu teilen. Jede von euch ist ein leuchtender Stern, stark, schön und wundervoll.

 

In unserem Veranstaltungskalender und auf unserer Facebookseite werden wir euch über weitere Rote Zelte des Rising Women Tribe informieren.

Merken

Merken

Merken

Das Rote Zelt ist der populärste Name für etwas, das uns auch als „Mond-Hütte“ oder „roter Tempel“ gekleidet begegnet. Ein Ort für uns Frauen an dem wir einfach sein dürfen wie wir sind. Ein Raum der geöffnet wird, um uns eine Auszeit zu gönnen und ein neues Miteinander erleben zu dürfen, indem wir uns austauschen, uns Gutes tun, Schönheit erfahren und uns einander liebevoll zuwenden.

Wir finden die Idee des roten Zeltes im gleichnamigen Buch von Anita Dianmant. Hier geht es um Ereignisse aus dem Buch Genesis, um Dinah, einzige Tochter Jacobs, welche in ihrer Kindheit das rote Zelt kennenlernt. Einen Ort, an dem Frauen während ihrer Menstruation zusammen kommen.
2006 entsteht das „Red Tent Movement“, die „rote Zelt Bewegung“. Karen Brody startete in Amerika mit ihrem Projekt  BOLD und veranstaltete zum Labor Day rote Zelte. Ursprünglich wurden in diesem Rahmen über Geburtsgeschichten berichtet. Frauen fanden einen Raum über das zu sprechen, was ihnen während der Geburt ihrer Kinder widerfahren ist, was sie erlebt, durchlebt haben. Jahr um Jahr gibt es immer mehr Andrang zu den roten Zelten. 2008 gelangt die Idee auch auch nach Europa. In Frankreich finden 2009 erstmals rote Zelte statt. Diesmal geht es nicht nur um Geburtsgeschichten, es geht um Frauengeschichten. Eine neue Frauenkultur wurde geboren, in der Frauen sich versammeln um einander an ihrer Weisheit teilhaben zu lassen, sich gegenseitig zu unterstützen und ihre Reise durchs Leben miteinander zu teilen. Sie unterstützt den Wandel in unserer Gesellschaft, in der Frauen einander begleiten und unterstützen anstatt in Konkurrenz zueinander zu stehen und sich gegenseitig zu schwächen.

Das rote Zelt ist der Ort, an dem wir uns begegnen, unsere Masken ablegen und aufhören dürfen eine bestimmte Rolle zu spielen. Unseren Alltag, alles „müssen“ dürfen wir hinter uns lassen. Hier geht es nur um das einfache SEIN. Darum, zur Ruhe zu kommen.
Es ist ein Ort um unser Frau-Sein zu feiern, unsere Erfahrungen zu ehren und uns der Heiligkeit unseres Zyklus bewusst zu werden. Wir erinnern uns, wer wir wirklich sind.
Im roten Zelt sind alle Frauen Schwestern. Wir lernen wieder die Stimme unserer Großmütter, Mütter und Töchter zu hören um unsere eigene Stimme wieder zu entdecken. Wir sind füreinander da, begleiten und nähren einander.

In diesem Zelt ist alles möglich. Es entsteht Raum für Rituale, Übergänge wie die Menarche oder zur Menopause, Mutterschaft, Geburt und vieles mehr. Hier teilen wir unsere Geschichten, manchmal auch Tanz und Gesang, weinen, lachen und gemeinsames Essen. Was passiert wenn wir aufhören ständig beschäftigt zu sein und uns von unseren Gefühlen abzulenken? Was möchte unser Herz uns sagen wenn wir es zu Wort kommen lassen? Wo ruhen die Teile in uns, die uns wieder Sinnlichkeit, Lebendigkeit und Weiblichkeit fühlen lassen?
Die Vision der Red Tent Bewegung ist es, rote Zelte in jeder Stadt, jedem Dorf auf dieser Welt entstehen zu lassen. An dieser Vision teilhabend werden auch wir rote Zelte öffnen und euch den Raum geben, teilzuhaben an dieser wunderschönen Zusammenkunft.

-Karmindra


Photocredits: Mit freundlicher Genehmigung von Les Tentes Rouges

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Imbolc ist das Fest der erwachenden Göttin. Sie beginnt sich zu recken und zu strecken, tief unten im Wurzelwerk des Waldes, unter dem Gras der Wiesen, in den Blumenzwiebeln… überhaupt überall dort, wo Leben ist!
Auch in der Luft lässt sich der nahende Frühling oft schon riechen. Das Sonnenkind, das die Göttin zu Mittwinter gebar, macht nun seine ersten, noch unsicheren Schritte hinaus in die Welt.
Viele Menschen feiern dieses Fest am 01. Februar oder auch am zweiten Vollmond des Jahres, wenn sie dem Mondkalender den Vorzug vor Fixdaten geben. Für mich fühlt sich der zunehmende Mond jedoch stimmiger an, seine ansteigende Kraft geht mit dem Erwachen des Lebens Hand in Hand.
Wie den Tieren und Pflanzen ergeht es auch den Menschen. Langsam regen sich die Lebensgeister wieder, das Eis, unter dem die Seele bei Vielen in die Winterstarre fällt, taut und die Sonne erreicht das Herz erneut. Wir fühlen uns plötzlich wieder lebendiger, gehen wieder hinaus aus unseren Häusern und stellen fest: Menschen, Tieren und Pflanzen… allen geht es ähnlich! Wir alle sind verbunden und ein Teil des ewigen Kreis des Lebens.

Ein weißes Tuch bedeckt das Land

Die Erde atmet Frost

Zu Eis erstarrt des Flusses Lied

Am Tor zur Unterwelt

Doch knarrend öffnet sich das Gatter

Und gibt den Weg Ihr frei

Die Mutter hat sich selbst gebor´n

Die Göttin kehrt zurück

Und weichen wird der dunkle Tag

Vor Ihrer großen Macht

aus: Varuna Holzapfel ~ Einweihung in das Hexeneinmaleins

Zu Ehren der weißen Frühlingsgöttin zünde ich eine Kerze an. Dies ist eine besondere Kerze. Letztes Jahr habe ich sie in Glastonbury in der White Spring Hall an der Kerze entzünden dürfen, die der Göttin Brigid geweiht ist. Und so sprang die Energie der geweihten Kerze auf meine Kerze über und ich konnte sie mit nach Hause nehmen.
Nun lasse ich ihre Flamme in die Welt hinaus scheinen. Ein Zeichen für das wiederkehrende Licht, Liebe, Hoffnung, das Wachsen neuer Pläne und Visionen…
Möge ihr Licht auch allen anderen Frauen den Weg weisen und ihnen Segen bringen!
Ravena

Merken

Sein lassen schafft Frieden
Dieses Thema bewegt uns immer wieder! Es geht uns alle an, Männer wie Frauen. Da der Rising Women Tribe sich als Schwesternschaft versteht, sind die folgenden Worte in den Mantel der Weiblichkeit gekleidet. Dies soll unsere Männer, Brüder, Väter und Freunde aber nicht davon abhalten, sich ebenfalls von diesen Gedanken berühren und bewegen zu lassen. Dazu laden wir hiermit ausdrücklich alle Männer ein, die entsprechenden Passagen im Text für sich einfach abzuändern.

In unserer Gesellschaft ist Meinungsfreiheit ein Grundrecht! Das Grundgesetz garantiert uns, eine Meinung haben zu dürfen und diese auch laut und öffentlich zu äußern. In vielen Ländern der Welt haben besonders Frauen, oftmals aber auch Männer, dieses Recht nicht….
Aber auch mit dem Recht auf unserer Seite finden wir uns tatsächlich nicht selten in ganz alltäglichen Situationen wieder, in denen die Realität leider ganz anders aussieht.
Rechthaberei, Neid, Missgunst… all das lässt sich so oft beobachten, wo Frauen aufeinander treffen. Oftmals scheint es, als begegneten wir uns auf einem Schlachtfeld des Rechthabe-Krieges, in dem hart mit Wort-Waffen gekämpft wird und wir uns gegenseitig schwere Verletzungen zufügen.

Wer kennt nicht den Schmerz, wenn wir mit unserer Meinung alleine gegen eine Mehrheit stehen, die uns mit der verbalen Brechstange davon zu überzeugen versucht, dass sie doch „Recht“ hat? (Nur weil sie in der Mehrheit sind?) Wer hat nicht schon einfach mal geschwiegen, weil die Angst vor niederschmetterndem Gegenwind die Zunge lähmt?
Dabei scheint der Gedanke, dass verschiedene Meinungen nebeneinander gleichberechtigt bestehen können, nahezu undenkbar zu sein.

Aber spielen wir doch trotzdem einmal mit der Idee:

Zwei Frauen diskutieren über einen Gedanken. Ihre Standpunkte sind dabei sehr verschieden. Trotzdem haben sie genug Respekt vor den Gedanken ihrer Gesprächs-Partnerin, um sie nicht mit verbaler Gewalt von ihren eigenen Ansichten überzeugen zu wollen. Sie schauen einander in die Augen. Sie hören einander zu. Möglicherweise differenzieren sie sogar und stellen fest, dass sie sich mit einzelnen Aspekten in der Argumentation der Anderen anfreunden können, vielleicht aber auch nicht.
Sie beenden ihre Diskussion, nachdem alle Punkte gesagt und vor allem auch gehört wurden und nicht erst, wenn eine „Recht“ (bekommen) hat. Denn aus ihrer jeweils individuellen Sicht mögen sie beide „Recht“ haben! Und möglicherweise haben sie trotz unterschiedlicher Meinungen am Ende ein Stück weit Verständnis für die Andere. Eine fruchtbare Kommunikation besteht auch darin, diesen Zauber des gegenseitigen Respektieren zu erkennen und zu erleben.

Oft scheint es, als sei eine Meinungsänderung in einem Disput eine unverzeihliche Schwäche. Aber zeigt nicht diejenige mehr Mut und Weisheit, die auch in der Lage ist, einen „Trugschluss“ oder auch nur ein Missverständnis einzuräumen? Und dennoch scheint die Angst weit größer zu sein, eines Irrtums überführt zu werden, was nicht selten noch mit Hohn und Spott bestraft wird und solch ein Erstarren ein Stück weit verständlich macht. Jede einzelne hat solch eine Situation schon erlebt und erinnert sich noch gut an das bittere Gefühl in der Kehle, das Brennen in den Augen von krampfhaft zurück gehaltenen Tränen der Enttäuschung oder des Zorns. Traurig, dass sich in solchen Momenten oft mehrere gegen Eine verschwören, anstatt sich gegenseitig mit Respekt zu behandeln.

Warum ist das Sein-Lassen so schwer? Dafür gibt es viele Gründe. Angst, Neid, Glaubenssätze u.v.m.… Die meisten davon sind nicht mal bewusst. Darum ist es auch so schwer, diese Muster zu verändern. Schwer bedeutet aber auch, dass es nicht unmöglich ist. Das ist die gute Nachricht.
Dazu müssen wir nicht mal inhaltlich mit dem übereinstimmen, was unser Gesprächspartnerin sagt. Es fehlt meistens nur an einem Verständnis für ihre Perspektive!

~Urteile nie über einen anderen, wenn du nicht einen Mond
lang in seinen Mokassins gelaufen bist~
Indianer-Sprichwort

Und hier bewegen wir uns weg von der inhaltlichen Relevanz zu empathischen Fähigkeiten. Sich in einen anderen Menschen hinein zu versetzen befähigt uns, aus seinen Augen heraus die Welt zu betrachten, seine Wahrnehmung nachvollziehen zu können.
Natürlich erleichtern wir unseren Mitmenschen, sich in unsere persönlichen Welten versetzen zu können, indem wir offen und ehrlich darüber sprechen, was uns bewegt, beschäftigt und berührt. Das setzt wiederum eine Atmosphäre voraus, die durch Vertrauen und zumindest respektvollen Umgang miteinander geprägt ist, im Idealfall eine liebevolle Zugewandtheit. Mit dem Gefühl, geliebt, geborgen und angenommen zu werden, fällt das Öffnen des Herzens nicht mehr so schwer.

Natürlich gibt es auch wissenschaftliche Fakten, bei denen eine allgemein anerkannte Einigung über „richtig“ und „falsch“ gibt. Heute sind wir uns wohl die einig, dass die Welt eine Kugel ist. (Zu anderen Zeiten konnte man für diese „Wahrheit“ auf dem Scheiterhaufen landen, so ändern sich mit den Zeiten auch manche Wahrheiten.)
Begegnet uns nun ein Mensch, der davon überzeugt ist, dass die Erde die Form einer Pyramide hat, haben wir die Wahl, wie wir mit seiner Wahrheit umzugehen.
Auf der einen Seite können wir ihn mit wissenschaftlichen Beweisen überhäufen und mit mehr oder weniger Nachdruck so lange auf ihn einreden, bis er „einsieht“, dass die Erde eben keine Pyramide ist. Andererseits können wir ihn auch einfach als „bekloppt“ abstempeln oder als dritte Möglichkeit, seine Meinung einfach im Raum stehen lassen. Die Tatsache, dass jemand etwas anders sieht als wir, tut uns körperlich wohl kaum weh. Warum muss es also am Ende ein „Recht haben“ geben? Damit wir uns überlegen fühlen können?
Warum reicht es nicht, zu „wissen“, dass unser Standpunkt „richtig“ ist, wenn wir aus dem Gespräch gehen? Können wir die vermeintlich fehlende Einsicht nicht aushalten, ohne einen anderen Menschen zuvor noch klein machen zu müssen?

Für jedes Verständnis gibt es natürlich individuelle Grenzen. Für uns liegen sie immer da, wo andere Menschen diskriminiert oder verletzt werden. Extreme Meinungen und noch schlimmer – extreme Taten – gegen andere Menschen lehnen wir ab. Genau diese Menschen leben das Gegenteil von dem, was uns hier beschäftigt.

Jeden Tag haben wir alle die Chance, ein bisschen mehr aufeinander zu- und einzugehen. Nur wenn wir Liebe, Verständnis und Respekt in die Welt säen, können sie wachsen.
Wird denn Empathie nicht oft als besonders weibliche Eigenschaft bezeichnet?
Dann sollten wir sie üben, verbessern und vor allem leben und lehren!

~Jeden in seinem Sein sein lassen zu können,
ist der Anfang von Frieden! ~

Ravena

Merken